Rubriken
Rubriken des Nachschlagewerks
Das Nachschlagewerk ist um vier Themen herum aufgebaut. Das erste sind die Feste vom Winter bis zum Herbst. Das zweite ist die Festkleidung, vom Sarafan (einem langen Trägerkleid) bis zum Kokoschnik (einem prächtigen Kopfschmuck). Das dritte ist das Handwerk, ohne das kein Haushalt auskam. Das vierte ist die Familie, denn dort werden Bräuche von Hand zu Hand weitergegeben.
Der Kalender der Vorfahren war an Erde und Himmel gebunden: wann man sät, wann man erntet, wann man ruht und feiert. Ein Fest markierte einen Übergang, nicht bloß einen roten Tag im Kalender.
In die Rubriken nehmen wir auf, was ganz normalen Menschen nützt: wann ein Fest fällt, wofür es in Erinnerung blieb, was man trug und was es zu essen gab, wie man mit Kindern darüber spricht. Theologische Streitfragen, Fachdebatten der Volkskundler, Ritualanleitungen und Produktwerbung bleiben außen vor.
Feste des Jahres
Das Volksjahr verlief im Kreis: der Winterkreis mit Umzugsliedern, das Erwachen im Frühling, Sommerfeste im Freien und herbstlicher Dank für die Ernte. Jedes Fest markierte einen Wechsel der Jahreszeit und der Arbeit.
- Leseliste „Winterkreis“
Von Swjatki bis Masleniza: in welcher Reihenfolge man über die lautesten Feste der kalten Jahreszeit liest.
- Antworten zu Festterminen
Wann Swjatki, Masleniza und die Kupala-Nacht liegen und warum manche Daten in zwei Varianten existieren.
- Sicherheit bei Volksfesten (auf Russisch)
Merkblatt dazu, wie man sich auf ein Fest unter freiem Himmel vorbereitet und was zu tun ist, wenn etwas schiefgeht.
Tracht
Die Festkleidung verriet fast alles über ihre Trägerin: Alter, Familienstand, Wohlstand und handwerkliches Geschick. Wir beschreiben ihre wichtigsten Teile in allgemeinen Worten.
- Kokoschnik (auf Russisch)
Was dieser Kopfschmuck ist, woraus er gefertigt wurde und wie man ein altes Stück von einem Bühnenkostüm unterscheidet.
- Begriffe zur Tracht
Sarafan, Poniowa, Stickerei und Kokoschnik – kurze Erklärungen ohne Fachjargon.
- Fragen zur Tracht
Was man zu einem Fest anzieht, wenn keine vollständige Tracht vorhanden ist, und wie man alte Stücke schonend aufbewahrt.
Handwerk
Malerei, Schnitzerei, Töpferei und Weberei entstanden aus häuslicher Notwendigkeit und wurden nach und nach zur Kunst. Kennenlernen kann man sie in Museen und Werkstätten, ausprobieren auch zu Hause.
- Leseliste „Handwerk für Einsteiger“
Wie man mit Volkshandwerk anfängt, wenn man bisher höchstens einen Bleistift in der Hand hatte.
- Begriffe zum Handwerk
Was Malerei, Schnitzerei, Töpferei und Weberei sind – in zwei, drei Sätzen.
- Neue Beiträge
Die Chronik des Nachschlagewerks, in der nach und nach Beiträge über Handwerk erscheinen.
Familientraditionen
Die verlässlichste Hüterin der Bräuche ist die Familie. Was Großmutter und Großvater erzählt haben, kann innerhalb einer Generation verloren gehen, wenn man es nicht rechtzeitig aufschreibt.
- Ein Familienarchiv der Bräuche anlegen
Praktischer Ratgeber: wie man sich auf das Gespräch mit den Älteren vorbereitet, es aufzeichnet und aufbewahrt.
- Leseliste „Feste mit Kindern“
Was man lesen sollte, bevor man ein Volksfest für und mit Kindern ausrichtet.
- Antworten zu Familientraditionen
Wie man Verwandte befragt, was man mit verschiedenen Versionen eines Brauchs macht und ob man alles wortgetreu nachahmen muss.
Weiterlesen
- Ratgeber
Wie man die Erzählungen der Großeltern aufzeichnet und ein Familienarchiv der Bräuche anlegt: Schritte, Fehler, Checkliste. Dazu der Beitragskatalog.
- Fragen
Kurze Antworten zu Festterminen, Tracht und Handwerk und dazu, wie man Bräuche in der eigenen Familie bewahrt.
- Leselisten
Lesewege: der winterliche Festkreis, Feste mit Kindern und Handwerk für Einsteiger.
- Glossar
Glossar: Swjatki, Masleniza, Saklitschki, Kupala-Nacht, Ernte, Kokoschnik, Sarafan, Poniowa, Malerei, Weberei.
Quellen
- Volkskundliche Veröffentlichungen über den russischen Volkskalender
- Enzyklopädische Wörterbücher zu Volkskultur und Alltagsleben
Die Bräuche sind in groben Zügen und auf dem Stand der Erstellung des Beitrags beschrieben. Dasselbe Fest wurde in jedem Dorf und in jeder Familie etwas anders begangen. Wenn die Erzählungen Ihrer Großeltern von dem abweichen, was hier steht, ist das also völlig normal.