Unabhängiges Nachschlagewerk über Volksfeste und Traditionen. Kein Nachrichtenmedium und keine Behörde und nicht mit der früheren Website unter dieser Domain verbunden.

der russische Volkskalender: Feste und Bräuche einfach erklärt

Nsnk – Nachschlagewerk über russische Volksfeste, Bräuche und Handwerk

Das Jahr im Dorf gliederte sich nicht in Quartale, sondern in Feste: Auf die winterlichen Spinnstubenabende folgte der Abschied vom Winter, auf die Frühlingslieder die sommerlichen Feiern im Freien, und im Herbst dankte man der Erde für die Ernte. Wir erzählen hier ruhig und ohne Gelehrsamkeit, was gefeiert wurde, wie man sich darauf vorbereitete und welche alten Bräuche sich leicht in die Familie von heute übertragen lassen – ganz ähnlich, wie viele bei uns Erntedank oder Fastnacht mit eigenen kleinen Ritualen begehen.

Tradition lebt nicht in der Vitrine, sondern am gemeinsamen Tisch. Ein Lied, das die Enkel singen, bewahrt mehr als das dickste Buch über die alten Zeiten.

— Aus der Redaktion

Vier Jahreszeiten

Winter: Swjatki

Die dunklen Tage nach Weihnachten wurden zu einer Folge von Besuchen, Koljadki-Liedern (Sternsinger-ähnlichen Umzugsliedern) und Verkleidungen. Die Leseliste zum Winterkreis erklärt, woher diese Bräuche stammen.

Frühling: Masleniza und Saklitschki

Pfannkuchen, Rodeln und der Abschied vom Winter, danach Kinderlieder, mit denen man die Wärme herbeirief. Kurze Antworten helfen, die Termine zu verstehen.

Sommer: Kupala

Die kürzeste Nacht des Jahres gehörte Blumenkränzen, Reigentänzen und Kräutern – ein wenig wie die Johannisnacht. Die Rubriken zeigen, wie sich das Fest in den Jahreskreis einfügt.

Herbst: Ernte

Das Ende der Getreideernte feierte man mit einem gemeinsamen Mahl und Dank für das Brot. Das Glossar erklärt alte Wörter rund um die Feldarbeit.

Rubriken des Nachschlagewerks

  • Rubriken

    Die vier Themen des Nachschlagewerks: Feste des Jahres, Volkstracht, Handwerk und Familientraditionen.

  • Ratgeber

    Wie man die Erzählungen der Großeltern aufzeichnet und ein Familienarchiv der Bräuche anlegt: Schritte, Fehler, Checkliste. Dazu der Beitragskatalog.

  • Fragen

    Kurze Antworten zu Festterminen, Tracht und Handwerk und dazu, wie man Bräuche in der eigenen Familie bewahrt.

  • Leselisten

    Lesewege: der winterliche Festkreis, Feste mit Kindern und Handwerk für Einsteiger.

  • Glossar

    Glossar: Swjatki, Masleniza, Saklitschki, Kupala-Nacht, Ernte, Kokoschnik, Sarafan, Poniowa, Malerei, Weberei.

  • Neu

    Chronik der Beiträge des Nachschlagewerks mit Datum und Themenmarken.

  • Archiv

    Alle Beiträge nach Datum und Thema sowie eine Erläuterung zu zwei alten Adressen dieser Domain.

Ein Familienfest nach Volksbrauch in fünf Schritten

  1. Wählen Sie ein Fest nach dem Kalender

    Schauen Sie, welche Jahreszeit gerade ist, und nehmen Sie das Fest, das am nächsten liegt: Im Winter passen Umzugslieder, am Ende des Winters Pfannkuchen, im Sommer Blumenkränze und ein Reigentanz auf der Wiese.

  2. Fragen Sie die Älteren

    Rufen Sie Großmutter, Großvater oder eine ältere Tante an und fragen Sie, wie dieser Tag in ihrer Kindheit begangen wurde. Oft wird gerade so ein Detail zum Herzstück des ganzen Familienfestes.

  3. Bereiten Sie etwas zu essen vor

    Wählen Sie ein Gericht, das zum Anlass passt – Pfannkuchen, Piroggen oder Brei –, und kochen Sie es gemeinsam mit den Kindern. Das gemeinsame Werkeln in der Küche bleibt besser in Erinnerung als die Tafel selbst.

  4. Spiele und Lieder dazunehmen

    Ein paar einfache Bewegungsspiele, ein Reigentanz und ein vorher eingeübtes Lied machen aus einem gewöhnlichen Abendessen ein richtiges Fest, auch wenn nur wenige Gäste da sind.

  5. Aufschreiben und fotografieren

    Machen Sie ein paar Fotos und notieren Sie einige Zeilen in einem Heft: wer da war, was gesungen wurde, was die Älteren erzählt haben. In einem Jahr zeigt Ihnen diese Notiz, wo Sie wieder anknüpfen können.

Das Wichtigste in Kürze

Sind Sie eine Nachrichtenseite?

Nein. Nsnk ist ein Nachschlagewerk über den Volkskalender und Bräuche. Wir veröffentlichen keine Nachrichten, berichten nicht über Ereignisse und haben nichts mit dem Medium zu tun, das früher unter dieser Domain erschien.

Wann wird Masleniza gefeiert?

Masleniza, die russische Pfannkuchenwoche, ist die letzte Woche vor der Großen Fastenzeit. Ein festes Datum hat sie nicht: Sie verschiebt sich jedes Jahr, weil sie davon abhängt, auf welchen Tag Ostern fällt.

Ist das eine religiöse Website?

Nein. Uns interessieren Volksbräuche: Lieder, Speisen, Spiele, Tracht und die Art, wie Menschen den Wechsel der Jahreszeiten feierten. Kirchliche Feste erwähnen wir nur als Wegmarken des Volkskalenders, ohne Deutung und Wertung.

Wo kann man das Handwerk live sehen?

Meist in heimat- und volkskundlichen Museen, in Werkstätten mit offenen Kursen und auf Märkten für Volkskunst. Konkrete Adressen und Namen nennen wir nicht, aber einen solchen Ort in der Nähe zu finden, ist meist nicht schwer.

Über das Projekt

Früher lief unter dieser Domain eine Nachrichtenseite. Ihre Inhalte sind nicht erhalten, und wir geben sie nicht wieder. Das heutige Nachschlagewerk hat mit jenem Medium nichts zu tun und veröffentlicht keine Nachrichten; der kurze Name ist lediglich mit der Domain auf uns übergegangen.

Wir schreiben für alle, die verstehen möchten, warum es zur Masleniza Pfannkuchen gibt, wozu Mädchen Blumenkränze flochten und warum der Festtagsschmuck so anders aussieht als die Alltagskleidung. Hier gibt es keine Werbung für Werkstätten und Geschäfte, keine Preise, keine Ritualanleitungen und keine großen Versprechen: nur verständliche Erklärungen, geprüfte Daten und Tipps, wie Sie die Traditionen Ihrer eigenen Familie bewahren.

Quellen

  • Volkskundliche Veröffentlichungen über den russischen Volkskalender
  • Enzyklopädische Wörterbücher zu Volkskultur und Alltagsleben
  • Empfehlungen von Rettungsdiensten zur Sicherheit auf dem Eis und bei Großveranstaltungen

Die Bräuche sind in groben Zügen und auf dem Stand der Erstellung des Beitrags beschrieben. Dasselbe Fest wurde in jedem Dorf und in jeder Familie etwas anders begangen. Wenn die Erzählungen Ihrer Großeltern von dem abweichen, was hier steht, ist das also völlig normal.